Zu Besuch bei Green Galaxy in Dortmund

 
 

Diesmal haben wir den Growshop „Green Galaxy” in Dortmund besucht. Sein Inhaber, Dieter Schilowsky, ist dem ein oder anderen vielleicht auch als Mitinhaber des Oberhausener Growshop-Großhandel „Lumenmax” bekannt. Im folgenden Interview erzählt er uns über seine Motivation, seinen Laden und wie er die ganze Arbeit bewältigt…
grow! Hallo Dieter, wie lange hast du deinen Laden schon?
Dieter: Den Laden gibt es im Prinzip seit 2005. Damals gab es ein solches Geschäft in Dortmund noch nicht und so habe ich ihn zusammen mit einem Partner eröffnet, allerdings noch unter den Namen „Green Planet”. Als mein Partner und ich uns zwei Jahre später trennten, führte ich den Laden alleine mit neuen Namen -„Green Gaiaxy” – weiter.
growl Das ist ein reiner Growshop oder führt ihr auch Headshop-Artikel?
Dieter: Wir sind schon eher ein reiner Growshop. Wir haben zwar auch Papers, Grinder und ein paar Vaporizer, aber unser Schwerpunkt liegt klar auf dem Bereich Fachhandel für Pflanzenbedarf.
grow! Der Laden ist aber relativ gut versteckt. Unser Navi hat den Weg zwar problemlos gefunden, aber aus versehen verlaufen sich bestimmt eher wenige Leute hier her, oder?
Dieter: Naja, wir sind nicht im Zentrum von Dortmund, das ist schon wahr. Das wollte ich auch gar nicht. Aber der Laden ist relativ zentral gelegen und leicht zu erreichen. Und wir haben in unmittelbarer Nachbarschaft einen Aldi, REWE, Fressnapf und weitere Geschäfte. Das sorgt dafür, dass täglich eine Menge Leute direkt am Laden vorbeifahren und führt auch zu einer gewissen Anonymität.
grow! Nur vorbeifahren, oder kommen so auch neue Kunden ins Geschäft?
Dieter: ja, und das immer mehr. Wir haben normalerweise vor unserem Laden schöne Pflanzen stehen, dass zieht schon mal den ein oder anderen an. Und es gibt immer mehr Blumen- und Gartenliebhaber, die auf unsere gute Pflanzenerde schwören. Auch guten Dünger bekommen sie bei uns. So kann manche Omi ihren Balkon in einen grünen Dschungel verwandeln und das bringt wieder neue
Kunden. Auch das Thema Eigenanbau vor Gemüse gewinnt immer mehr an Bedeu tung. Es gibt immer mehr Städter, die sich einen Indoorgarten anlegen oder einer Schrebergarten pachten, um dort ihrer Eigenbedarf an frischem Gemüse biolo. gisch zu ziehen. Dann wissen sie genau, was sie essen. Selbst beim angeblichen Bio-Gemüse aus dem Supermarkt, kann man sich dessen ja nicht sicher sein.
grow! Das heißt, bei euch kaufen alle möglichen Leute ein, auch wenn sie mit der Hanfszene an sich nichts zu tun haben?
Dieter: Ganz genau. Und das ist auch absolut erwünscht, denn so kommen wir immer wieder mit ganz „normalen” Menschen ins Gespräch und können so einiges an Aufklärungsarbeit leisten.
grow! Super! Als Ladenbetreiber steht ihr quasi an vorderster Front. Wie viele Leute seid ihr hier eigentlich?
Dieter: Den Laden schmeißen eigentlich Oli und Attila, als Verstärkung kommt zeitweise noch Marco dazu. Ich bin tagsüber normalerweise in Oberhausen bei Lumenmax aktiv und komme abends nach Dortmund in den Shop.
grow! Du wohnst auch hier in der Nähe?
Dieter: Ja, nicht weit von hier. Ich fahre jeden Tag von Dortmund nach Oberhausen und zurück. Der Vorteil an dieser Konstellation ist aber, dass ich abends direkt Waren von Oberhausen mitbringen kann. So haben wir extrem kurze Lieferzeiten und im Prinzip alles verfügbar. Wenn es der Kunde nicht direkt mitnehmen kann, liegt die Ware dann spätestens am Abend bzw. nächsten Morgen zur Abholung bereit.
grow! Das ist natürlich eine super Sache,  dass du gleichzeitig dein eigener Großhändler bist. Wie ist es dazu gekommen?
Dieter: Ich würde es mal eine glückliche Fügung nennen..! Ich kenne Frank, den Inhaber von Lumenmax, schon lange. Und als er erfuhr, dass ich mit dem Gedanken spielte, selbst einen Großhandel zu eröffnen, bot er mir an bei ihm einzusteigen. Seit 2010 bin ich Partner von Frank und wir führen Lumenmax gemeinsam.
grow! Ist das nicht eine Menge Arbeit? Wie schaffst du das denn?
Dieter: Ohne meine Mitarbeiter wäre das undenkbar. Sie stehen im Laden und kümmern sich um die Kunden. Wenn ich abends dazu komme, liegt für mich meist „nur noch” der Papierkram an. Da ich geschäftlich auch viel für Lumenmax unterwegs bin, könnte ich den Shop ohne meine zuverlässige Mitarbeiter gar nicht betreiben.
grow! Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen, in der Hanfbranche tätig zu werden? Hast du eigene Erfahrungen mit Cannabis?
Dieter: Ich leide seit vielen Jahren an einer Stoffwechselkrankheit namens Porphyrie, die mir immer wieder schwer zu schaffen macht. Ich habe so ziemlich alle Medikamente ausprobiert, doch das Einzige was mir wirklich Linderung verschafft, ist Cannabis. Ohne Cannabis wäre ich wahrscheinlich schon an Unterernährung gestorben, weil ich sonst keinen Appetit habe. Du kannst mir das leckerste und tollste Gericht der Welt vor die Nase setze – ich könnte es nicht essen. Erst durch Cannabis bekomme ich so etwas wie ein Hungergefühl und kann mich zum Essen motivieren.
grow! Hast du eine Genehmigung zur Verwendung von medizinischem Cannabis?
Dieter: Ich bin deswegen schon seit längerem in ärztlicher Behandlung. Alle nötigen Gutachten und Atteste liegen bereits vor. Ich muss sie eigentlich nur noch mit dem ausgefüllten Antrag an die Bundesopiumstelle schicken. Doch dafür hat mir bisher die nötige Zeit und Ruhe gefehlt.
grow! In deinem Fall wäre das aber sehr wichtig und bestimmt auch kein großes Problem.
Dieter: Davon gehe ich auch aus, es ist I quasi nur noch eine Frage der Zeit…

grow! Noch mal zurück zu Green Gaiaxy: Wie groß ist der Laden eigentlich?
Dieter: Er hat etwa 1.65qm. Wir haben die Regale so gestellt, dass der Kunde an allen vorbei durch den Laden geführt wird. Dadurch können wir die Fläche optimal ausnutzen. Der Laden war früher mal größer, bis ich einen Teil meiner Fläche zur Verfügung gestellt habe, damit die Einfahrt gebaut werden konnte.
grow! Die Einfahrt durch die wir gekommen sind?
Dieter: Genau die. Vorher hättest du ziemlich umständlich hierherfahren müssen. Und es war auch wie ein Nadelöhr, dass bei viel Verkehr oder einem Unfall zu Staus und Chaos führte. Jetzt, mit der zweiten Einfahrt, ist es viel besser.
grow! Aber dein Laden ist ein Stück kleiner. Bist du dafür entschädigt worden?
Dieter: Nicht wirklich. Ich hatte mich mit meinem Vermieter so geeinigt, dass ei erst mal meine Miete nicht erhöht unc ich dafür den Platz zur Verfügung stelle.
grow! Der Aldi und die anderen Geschäfte profitieren auch von der Einfahrt?
Dieter: Na klar! Und das ist auch gut so.
Wir pflegen hier eine gute Nachbarschaft, So haben wir auch ;.eine eigenen Tragetaschen, sondern bekommen die vom benachbarten „Fressnapf”. So bekommt der Fressnapf extra Werbung und unsere Kunden unverfängliche Taschen.
grow! Ja, bestimmt keine schlechte Idee! Ihr betreibt auch einen Online-Shop im Internet, oder?
Dieter: Ja, wobei wir den noch deutlich verbessern wollen. Ich hoffe, dass wir die neue Seite bis Ende des Jahres online stellen können. Das ist ein weiteres Pro¬jekt, dass viel Zeit und Arbeit erfordert. Aber in Verbindung mit dem Großhandel in Oberhausen, eröffnen sich so einfach gute Möglichkeiten.
grow! Inwiefern?
Dieter: In Oberhausen steht uns ein großes Lager und Platz für den Versand zur Verfügung. Im Green Gaiaxy wäre das so nicht möglich.
grow! Okay, das ist einleuchtend..! Dann  danke ich dir für dieses Gespräch und wünsche euch weiterhin viel Erfolg und



 
 

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